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Ich bin ein eZlearner!

Freitag, 11. November 2011

Fallbericht: Melanie (Alter: 13 Jahre)

Melanie ist ein Mädchen, welches ich aus beruflichen Gründen bereits seit ihrem Vorschulalter kenne. Sie lebt in einem nördlichen Stadtteil Duisburgs und hat eine Schwester, die nur wenig älter ist als sie selbst.
Hinsichtlich ihres Medienverhaltens würde ich Melanie als „typische Jugendliche“ bezeichnen, da sie sehr selbstverständlich mit Medien wie Handy und Notebook umgeht. Sie nennt auch Fernseher und mp3-Player als Geräte, die Sie im Gebrauch hat, diese jedoch deutlich seltener als Handy und Notebook. Letztere nutzt sie täglich, z.T. mehrere Stunden. Es scheint also so zu sein, dass diese beiden Medien als Leitmedien vorherrschen.

Vordringlich sind bei der Nutzung von Handy und Notebook kommunikative Intentionen. Melanie steht mit Peers per SMS und Chat in Verbindung und gibt an, dass sie diese Medien besonders deshalb sehr schätze, da sie mit deren Hilfe Kontakte zu Peers pflegen könne, die weiter weg wohnen und bei Bedarf mit mehreren Personen gleichzeitig in Kontakt treten kann.
Generell wird aus den Äußerungen von Melanie deutlich, dass die Unterhaltungsfunktion (Musik hören, Spiele, etc.) stark hinter die kommunikative Funktion der Medien zurück tritt. Dies wird auch in der Antwort auf die Frage nach den Lieblings-Internetseiten deutlich: Melanie nennt auf den ersten 3 Plätzen SchülerVZ, MSN und YouTube.

Diese Einschätzung ist insofern sehr interessant, da ich Melanie mit ihrer Familie dem Unterhaltungsmilieu zuordne. Bildungsstand und beruflicher Hintergrund der Eltern passen recht genau in dieses Milieu und auch Präferenzen bzw. Distanzierung dürften recht eindeutig zutreffen. Nun mag man dieser Art der kommunikativen Nutzung von Medien durchaus einen Unterhaltungswert zugestehen können, denn es geht hier nicht um Kommunikation zum Zwecke einer Zusammenarbeit (i.S.v. Kollaboration) sondern eindeutig um Zerstreuung und Unterhaltung. Melanie untermauert dies durch die Äußerung, dass sie lediglich „manchmal“ ihr Notebook auch für schulische Zwecke nutze, sprich: eher selten. Damit lässt sich Melanies Medienverhalten durchaus dem Profil „Unterhaltungsmilieu“ zuordnen.

SchülerVZ nutzt Melanie als soziales Netzwerk und beteiligt sich hier auch aktiv, indem sie ab und zu Fotos dort einstellt. An anderen Stellen ist sie jedoch noch nicht als „Autorin“ in Erscheinung getreten, d.h. sie betreibt kein Weblog und hat keine Videos bei YouTube veröffentlicht. Melanie nutzt also durchaus namhafte Web-2.0-Tools, jedoch überwiegend als „Konsumentin“.

Melanie äußert ganz klar, dass sie sich wesentlich besser mit den genannten Medien auskenne als ihre Eltern. Als Begründung dafür gibt sie an, dass diese die betreffenden Medien viel seltener nutzen. Diese Antwort von Melanie kann ich um meine eigene Einschätzung ergänzen, denn ich konnte miterleben, wie Melanies Familie vor wenigen Jahren einen gebrauchten Computer bekam, Melanie und ihre Eltern erstmals damit in Berührung kamen und sich zunächst schwer taten. In recht kurzer Zeit (ca. 2 Jahre) hat sich die Situation dahin verändert, dass Melanie ein eigenes Notebook besitzt, täglich online ist und dies als selbstverständlichen Teil ihres täglichen Lebens betrachtet. Dies trifft aus meiner Sicht recht genau die Definition des „Digital Native“, da Melanie bereits vor Beginn ihres Jugendalters mit modernen Medien in Kontakt kam und sich wesentlich rascher ein alltägliches Nutzungsverhalten zulegen konnte, als ihre Eltern dies taten.

Spannend wäre nun, weitere 2 Jahre abzuwarten und erneut zu beobachten, wie Melanie Medien nutzt. Ich würde erwarten, dass sich die Intensität der Mediennutzung erhöht und Melanie ihr Medienverhalten nach und nach erweitert, indem sie zunehmend aktiv Web-2.0-Tools auch als „Autorin“ nutzt.

Montag, 24. Oktober 2011

Die Erlebnisgesellschaft und ich...

Die Frage nach dem Stellenwert von Medien in der Erlebnisgesellschaft führt zunächst zu der Frage meiner eigenen Position in der Erlebnisgesellschaft. Hierzu bin ich aufgefordert, folgende Fragen zur Reflexion zu beantworten:

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Das Schaf im Brunnen...

Als berufsbegleitend Studierender hat das Thema "Wissensmanagement" für mich persönlich einen ganz pragmatischen Stellenwert: Ich stehe vor der Herausforderung, einen Vollzeitjob, meine Familie, einige Ehrenämter und ein Studium mit 15 SWS unter einen Hut zu bekommen. Da liegt auf der Hand, dass der Lernprozess im Studium oft durch andere Aufgaben und Reize gestört bzw. unterbrochen wird. Dennoch muss aber am Ende ein Lernerfolg stehen, es müssen Lösungen eingereicht werden, es müssen Klausuren geschrieben werden. Dies bringt die Anforderung mit sich, den Erwerb des Wissens zu managen und sicher zu stellen, dass trotz der konkurrierenden Einflüsse ein kontinuierlicher Wissenszuwachs besteht.

Montag, 8. August 2011

Welche Qualität hat Qualität?

Die aktuelle Auseinandersetzung mit der Frage, woran sich Qualität im E-Learning-Bereich festmachen lässt, hat mich in der Tat sehr zum Nachdenken angeregt.
Im Studienbrief wird die lernende Person als wichtiger Faktor benannt, die durch ihren Umgang mit den Lernangeboten die Qualität des Lernergebnisses maßgeblich mitbestimmt.
Ich persönlich jedoch bin der Meinung, dass ein solch unberechenbarer Faktor nur allzu leicht als Ausrede herangezogen werden kann, um zur Qualität eines Lernangebotes nicht eindeutig Stellung beziehen zu müssen.

Sonntag, 24. Juli 2011

Happy Al Bundy!?

Die Aufgabe: Erstellen Sie als Gruppe ein WBT mit einer Lerneinheit zum Thema "Ablauf eines Beratungsgespräches" unter Einbindung der Medien Text, Video, Bild und Ton.

Montag, 27. Juni 2011

Besser lernen im Web 2.0?

"Der Begriff Web 2.0 umreißt eine neue Sicht auf das Internet. Das Internet wird dadurch noch stärker dazu beitragen, dass das Lernen effektiver wird und sich unsere Bildungslandschaft dramatisch verändert." 

Kann man das „so“ sagen?

Dieses Zitat enthält zwei Vermutungen:
  1. Lernen wird durch das Web 2.0 effektiver.
  2. Das Web 2.0 wird unsere Bildungslandschaft dramatisch verändern.

Dienstag, 24. Mai 2011

Alle für Einen - Einer für Alle

Empfehlung zum weiteren Vorgehen bei der Pflege und Wartung des Internetauftrittes des Kinder und Bildung e.V.

Während der Projektphase zur Gestaltung und Implementierung des Internetauftrittes hat sich bereits gezeigt, dass die Beteiligung mehrerer Personen mit vielfältigen Rollen erhebliches Konfliktpotential birgt. Die beteiligten Projektteam-Mitglieder waren alle Teil des Vorstandes und damit stets dem Interessenkonflikt ausgesetzt, zugleich Auftraggeber und Auftragnehmer zu sein. Zudem sind alle Beteiligten Ehrenamtler und damit nur bedingt für Versäumnise zur Rechenschaft zu ziehen.
Nun beginnt eine Phase die nicht mehr Teil des Projektes ist, da die Merkmale eines Projektes nicht mehr zutreffen - insbesondere hinsichtlich der Einmaligkeit sowie der zeitlichen, personellen und finanziellen Begrenzung. Daher gehe ich von der Auflösung der ursprünlichen Projektgruppe aus und stelle bewusst in Frage, ob die bisher involvierten Personen weiterhin beteiligt werden müssen/sollten.

Sonntag, 8. Mai 2011

Sehr geehrte Frau Sabine Keptisch,

vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich der Umstellung Ihrer Mitarbeiterschulung von einem Präsenztraining auf ein E-Learning-Angebot. Ihre Zweifel hinsichtlich des Mehrwertes dieser Maßnahme sind verständlich, da im Bereich E-Learning ja nicht selten aufgrund der allgemeinen Innovations-Euphorie rasch und unüberlegt Altbewährtes gegen augenscheinlich Modernes ausgetauscht wird.
Dies ist im Falle der Umstellung Ihrer Mitarbeiterschulung jedoch nicht der Fall! Wie Sie sich sicherlich erinnern, waren Sie gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Managements Ihrer Firma an der Entwicklung einer gemeinsamen E-Learning-Vision beteiligt. Sie waren sich darin einig, dass Sie den hohen und rasch anwachsenden Anforderungen an Ihre Frenchise-Nehmer mit einer flexiblen, zeit- und ortsunabhängigen und motivierenden Lernumgebung begegnen wollen. Mit der anstehenden Umstellung sind Sie hierbei auf dem richtigen Weg. Dies begründet sich vor Allem wie folgt:

Dienstag, 8. März 2011

Ars Regendi - the art of SERIOUS politics

Was für eine Lernaufgabe: "Spielen Sie!"
Ist doch easy, dachte ich da als echter eZlearner... doch ein Unterschied zwischen Serious Games und anderen Spielen scheint zu sein, dass sie nicht immer easy sind!
Nach einiger Suche entschied ich mich für das Online-Spiel "Ars Regendi".

Freitag, 25. Februar 2011

Alle für Einen - Einer für Alle!

(Reflexion zu sozialpsychologischen Aspekten netzbasierter Wissenskommunikation)

Die Erfahrungen mit netzbasierter Kommunikation in den vergangenen Wochen waren sehr unterschiedlich. 

Sah die Vorgabe, sich beim ersten Präsenztreffen persönlich kennen zu lernen, zunächst nach erzwungener Anbandelei aus, wird inzwischen klar: social presence, social cues, Entwicklung eines ingroup-Gefühls, Eindrucksbildung, etc. basieren idealer Weise auf einem persönlichen Kennenlernen, damit computervermittelte Kommunikation (cvK) gelingen kann.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Aller guten Dinge sind 3!

...nur im Februar nicht!

Seit der Geburt dieses Blogs wollte es der Zufall, dass jeden Monat genau 3 Posts den Weg hierhin finden. Der Februar allerdings wird sich nicht in diese Tradition einreihen: dies hier ist Februar-Post Nr. 1!

Liegt es am Karneval? Oder an den fehlenden 3 Tagen dieses Monats? Oder an den Microblogs, die nun (seit den entsprechenden Lernaufgaben) per Twitter oder Facebook gepostet werden?

Wait and see...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Die Qual der Wahl!


Begründung für die Auswahl eines Autorenwerkzeuges (siehe Post „Rapid-Larynx-Learning“)

Die Konzeption medialer Lernangebote sollte sich in der Regel an einem Bildungsproblem orientieren (Kerres 2001, S. 85). Das hier vorliegende Bildungsproblem war zunächst mein ureigenes: Ich hatte die Aufgabe und die Intention, neue Werkzeuge kennen zu lernen und auszuprobieren. Dies ist bereits der erste Grund für die Auswahl von zwei Werkzeugen (CoboCards und HotPot), die ich zuvor nicht kannte.

In dem von mir angenommen Szenario gibt es aber auch Aspekte, die diese Auswahl begründen.

Mittwoch, 19. Januar 2011

the new SOCIALisation

Oder: Gemeinschaft, mal anders!

Es ist schon komisch: Das Abitur jährt sich 2011 zum 15. Mal, einige ehemalige Kameraden habe ich Jahrelang nicht mehr im Sinn gehabt geschweige denn von ihnen gehört oder gelesen.
Würde man mich bitten, all meine Freunde (im ursprünglichen Sinn des Wortes) aufzuzählen, wär nur eine Person dabei, mit der ich gemeinsam mein Abitur durchlitten habe.

Doch siehe da: es kommt die Social-Software daher, bietet mir ganz selbstlos die Suche in meinem Adressbuch an, schlägt mir Personen vor, die ich doch eigentlich kennen müsste, weil sie jemand kennt, den ich kenne... und schon kann ich mich vor Freunden garnicht mehr retten! Darunter auch einige, fast schon vergessene Klassenkameraden, deren Kinder ich nun auf Fotos bewundern darf.

Dienstag, 18. Januar 2011

Rapid-Larynx-Learning

Ein Versuch der Gestaltung einer E-Learning-Einheit zum Thema "Larynx-Anatomie".

Gehen wir von einer Situation aus, die auf Studierende oder auch Auszubildende in der Logopädie garantiert irgendwann im Laufe ihrer Ausbildung einmal zukommt:

"Lernen Sie die Funktionen und Bezeichnungen der Strukturen des Larynx!"

Was nach stupider Paukerei aussieht, hat durchaus eine dringliche Notwendigkeit: die zu lernenden Begriffe kommen in jedem phoniatrischen Arztbericht vor und sollten nicht nur wiedererkannt sondern auch verstanden und interpretiert werden können.